Wandern auf dem Limesweg

 

 

Informationen über den römischen Limes, Limesweg und Limeswanderungen

 

Wer den Limes kennenlernen und verstehen will, der begibt sich am besten auf Wanderschaft. Entlang dieser gigantischen Grenzlinie, in der Antike Nordrand der Mittelmeerwelt und seit 2005 Welterbe der UNESCO, erleben sie einen der bedeutendsten Kulturwanderwege Europas.

 

Neben der Deutschen Limesstraße und dem Deutschen Limesradweg gibt es dem gesamten Obergermansich-Raetischen Limes (ORL) entlang einen durchgehenden markierten

 

                                      Limeswanderweg

 

(oder Limesweg) und viele Rundwanderwege sowie örtliche Lehr-oder Erlebnispfade. Der Limeswanderweg beginnt in Rheinbrohl (Rhein) und endet an der Donau bei Eining. Er ist einer der bedeutendsten Kulturwanderwege in Europa und führt durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Er ist rd. 675 km lang und kann auch umgekehrt gewandert werden.

 

 

 

Video: Der römische Limes in Deutschland (bei Youtube Vollbild anklicken)

 

 

Landkarte des Limes

Quelle: Deutsche Limeskommission

Der Limes in Deutschland, mit 550 km das längste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer, stellte in der Zeit vom frühen zweiten bis zum dritten Jahrhundert die Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesverbänden dar. Er verläuft durch die Gebiete der heutigen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Errichtet wurde der Limes in verschiedenen Ausbaustufen in der Zeit zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr. Über einhundert größere und kleinere Militärlager und neunhundert Wachttürme reihten sich entlang der Grenzsperren, die in der Provinz Obergermanien als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben, in der Provinz Raetien als  Steinmauer ausgeführt waren.

Als künstlich über Land gezogene Grenzlinie, die häufig keinerlei Rücksichten auf das Gelände nimmt, war der Limes auch ein technisches Bauwerk von hoher Ingenieurskunst. Als überwachte Demarkationslinie zeigte er unüber- sehbar das äußere Ende der durch Rom verwalteten und beschützten Welt an. Erst bei den Germaneneinfällen nach der Mitte des 3. Jhs fanden die römischen Siedlungen entlang und hinter dem Limes ihr Ende.