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Landkarte des Limes  

Video über den Limes 

Zeittafel

 

 

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Der Limes in Deutschland, mit 550 km das längste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer, stellte in der Zeit vom frühen zweiten bis zum dritten Jahrhundert die Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesverbänden dar. Er verläuft vom Rhein zur Donau durch die Gebiete der heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.


Errichtet wurde der Limes in verschiedenen Ausbaustufen in der Zeit zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr. Über einhundert größere und kleinere Militärlager und neunhundert Wachttürme reihten sich entlang der Grenzsperren, die in der Provinz Obergermanien als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben, in der Provinz Raetien als  Steinmauer ausgeführt waren.

Als künstlich über Land gezogene Grenzlinie, die häufig keinerlei Rücksichten auf das Gelände nimmt, war der Limes auch ein technisches Bauwerk von hoher Ingenieurskunst. Als überwachte Demarkationslinie zeigte er unübersehbar das äußere Ende der durch Rom verwalteten und beschützten Welt an. Erst bei den Germaneneinfällen nach der Mitte des 3. Jhs fanden die römischen Siedlungen entlang und hinter dem Limes ihr Ende. 

Quelle: Deutsche Limeskommission

                             

 

 

Landkarte des Limes

                             

 

 

Video über den Limes

                             

 

 

Zeittafel 

    

(Quelle: Museum Römerwelt in Rheinbrohl)

 

 

Römer und Germanen am Limes

     58 – 51 v. Chr
.

- Caesar erobert Gallien bis zum Rhein

- Rheinübergänge Caears
- Gallien wird römische Provinz

27 v. Chr. – 14 n. Chr.
Kaiser Augustus Alleinherrscher über das Römische Imperium

17 v. Chr. – 17 n. Chr.
Feldzüge jenseits des Rheins mit dem Ziel der Eroberung Germaniens bis zur Elbe

9 n. Chr.
Verheerende Niederlage der Römer gegen Germanen in der Varusschlacht
(sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald)

14 - 37 n. Chr.
Kaiser Tiberius
- Aufgabe der Eroberungspläne in Germanien
- Rückzug auf die Rheingrenze

37 – 41 n. Chr.
Kaiser Caligulas
- Feldzug gegen den Germanenstamm der Chatten

68 – 79 n. Chr.
Kaiser Vespasian
- Eroberung eines Gebietsstreifens rechts des Ober- und Mittelrheins

81 – 96 n. Chr.
Kaiser Domitian
- 81 – 85 n. Chr.
 Kriege gegen die Chatten

um 85 n. Chr.
- Bildung der Provinzen Ober- und Niedergermanien
Bau der ersten Grenzschneisen am obergermanischen Limes

98 – 117 n. Chr.
Kaiser Trajan
Systematischer Ausbau des Limes in Obergermanien und Raetien

117 – 138 n. Chr.
Kaiser Hadrian
ab 120 n. Chr. Bau einer hölzernen Palisade am Limes
- Hadrianswall in Großbritannien

138 – 161 n. Chr.
Kaiser Antoninus Pius
Ersatz der Holztürme am Limes durch Steintürme

161 – 180 n. Chr.
Kaiser Marc Aurel
- Mehrere Einfälle der Chatten ins Rhein-Main-Gebiet

166 – 180 n.Chr.
Krieg gegen den Germanenstamm der Markomannen und seine Verbündeten

um 200 n. Chr.
Ausbau des Limes mit Wall und Graben in Obergermanien
- Errichtung der raetischen Mauer

233 n. Chr.
Verheerender Vorstoß der Alamannen nach Obergermanien und Raetien

235 – 284 n. Chr.
- Zeit der „Soldatenkaiser“
- Schwere innere Krise des römischen Reiches

253 – 268 n. Chr.
Kaiser Gallienus
- Verheerende Einfälle der Franken und Alamannen in die Rheinzone und nach Gallien

um 260 n. Chr.
Aufgabe des Limes und der rechtsrheinischen Gebiete
- Rückzug der Römer auf Rhein, Donau und Iller als „nasse“ Grenze

um 275 n. Chr.
Vernichtende Germaneneinfälle in die rheinischen Provinzen und Gallien

284 - 305 n. Chr.
Kaiser Diokletian
- Neuorganisation der Reichsverwaltung

286 – 288 n.Chr.
Erfolgreiche Feldzüge gegen Franken und Alamannen

306 - 337 n. Chr.
Kaiser Konstantin
- freie Religionsausübung für das Christentum

379 – 395 n. Chr.
Kaiser Theodosius
- Das Christentum wird Staatsreligion

395 n. Chr.
Teilung des Imperiums in ein West- und Ostreich

476 n. Chr.
Ende des weströmischen Reiches